1,4 Millionen US-Dollar teure Nintendo Switch 2 bei GameStop-Überfall gestohlen
Nach Angaben der Behörden wurden etwa 3.000 Nintendo Switch 2-Einheiten gestohlen, als sie vom Hauptsitz von Nintendo of America zu einem GameStop-Standort in Texas transportiert wurden. Der Diebstahl ereignete sich, während die Sendung durch Colorado unterwegs war, wobei die Polizei den Wert der gestohlenen Konsolen laut Denver 7 auf schätzungsweise 1,4 Millionen US-Dollar beziffert.
Die Strafverfolgungsbehörden stehen bei ihren Ermittlungen vor Herausforderungen, da sie den genauen Ort des Diebstahls entlang der ausgedehnten 1.332 Meilen langen Lieferroute nicht ermitteln konnten. Die Ermittler prüfen, ob es sich um einen sorgfältig orchestrierten Raubüberfall auf die hochwertige Ladung oder um eine Gelegenheitsstraftat handelte. Das systematische Entfernen mehrerer Paletten mit Switch 2-Einheiten deutet darauf hin, dass die Täter ein gewisses Maß an Planung und Organisation betrieben.


Dieser Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund des erfolgreichen weltweiten Starts der Switch 2 Anfang dieses Monats, bei dem in den ersten Tagen 3,5 Millionen Einheiten verkauft wurden. Während Nintendo größtenteils die Lieferkettenprobleme vermieden hat, die frühere Konsolenstarts plagten, belasten solche Diebstähle zweifellos die Vertriebsbemühungen.
Diebstahl von Videospiel-Hardware bleibt ein anhaltendes Problem in der Branche. Der PlayStation 5-Start im Jahr 2020 erlebte ähnliche Vorfälle in Großbritannien, wo organisierte Gruppen gefährliche "Rollover"-Techniken einsetzten, um Sendungen unterwegs abzufangen. Historische Muster zeigen, dass auch Nintendo-Produkte häufig ins Visier genommen werden, einschließlich eines bemerkenswerten Diebstahls im Jahr 2015, der Splatoon-Spielekopien und seltene Amiibo-Figuren betraf.
Dies stellt eine weitere PR-Herausforderung für GameStop dar, das kürzlich Schlagzeilen machte, weil es bei Startveranstaltungen Switch 2-Geräte beschädigte, indem es Quittungen unsachgemäß an den Konsolenbildschirmen befestigte. Die Einzelhandelskette sieht sich weiterhin Kritik für ihren Umgang mit prominenten Spielproduktveröffentlichungen ausgesetzt.